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FDP Tecklenburg

Stadtverband

Eberhardt - die ingenieure

Endlich tut sich was

Tecklenburg. „eberhardt – die ingenieure“: Groß, rot und abends modern illuminiert prangt das Firmenschild an der Fassade des alten Jugendamtes. Am Wochenende hat das Ingenieurbüro eberhardt + partner schon einen Teil seiner Einrichtung vom Noch-Standort Ibbenbüren nach Tecklenburg gebracht. Weil Tecklenburgs FDP es gut findet, dass die Ingenieure mit ihrer inzwischen bald 30-köpfigen Mannschaft kommen, haben Fraktionssprecher Rainer Budke und Lars Menebröcker, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, sogar mitgeholfen und Kisten geschleppt.

Werbefachmann Menebröcker verpasst dem Büro auch ein neues Corporate Design, das vielen auf Anhieb verrät: Das Büro betreut planerisch Straßenbrücken. Zwar war auch gestern nichts Neues in Sachen Einstweiliger Verfügung gegen den Verkauf der Immobilie durch den Kreis (wir berichteten) zu hören, doch die Ingenieure legen schon mal los – notfalls eben als längerfristige Mieter, wenn eine gerichtliche Klärung der Ordnungsmäßigkeit des beanstandeten Bieterverfahrens dauern sollte.

Überall im solide wirkenden und zeitnah renovierten Gebäude waren die Maler. Computerkabel wurden verlegt, im Keller arbeitet eine moderne Heizungsanlage. Überall sind Thermopane-Fenster installiert, in vielen Büros stehen schon die Schreibtische und PC-Monitore. Beim Durchgehen wird eines sehr deutlich: Ein Abriss des Gebäudes wäre wirklich schade gewesen. Zumal vor einigen Jahren noch vom Kreis renoviert worden ist.

Die FDP, im Ursprung mal Befürworter des K + K an dieser Stelle, sieht ihre Kehrtwendung ganz pragmatisch: Man schlage doch so zwei Fliegen mit einer Klappe, sagt Lars Menebröcker. Ein prosperierendes Büro könne in der Stadt angesiedelt werden. Und zugleich könne man an gewohnter Stelle – bei Prigge – einen Markt mit rund 400 Quadratmetern Verkaufsfläche installieren.

Dass das gelingt, davon sind Rainer Budke und seine Fraktionskollegin Anke Dahms fest überzeugt. Es gebe „Privatinvestoren“, sollte der zur Verfügung stehenden Investorin finanziell die Luft schon beim Start ausgehen, betonen sie. Konkreter werden die Liberalen nicht. Jedenfalls sage das von Eberhardt in Auftrag gegebene Gutachten klar aus, dass ein großer Discounter in Tecklenburg nicht rentabel arbeiten könne. Also: Warum nicht an alter Stelle einen neuen Betreiber in einen modernen, schicken, kleinen Markt setzen?

Rainer Budke, gestern auf Einkaufstour bei Busemann am Markt, sagt, man werde die Investorin in der Finanzierung unterstützen. Das Gutachten favorisiere den Standort Prigge. Jedenfalls die FDP hat den Langfrist-Alternativstandort gegenüber des Feuerwehrhauses offenbar ad acta gelegt.

Positiver Nebeneffekt der Ansiedlung des Ingenieurbüros: Thomas Sprick denkt längst laut nach über eine komplette Betriebsverlegung auf das Areal. Sein Installationsbetrieb kämpft an der Landrat-Schultz-Straße mit der äußerst schwierigen Anbindung über den Wellenberg. Auch er wartet nun auf den Ausgang des Prüfungsverfahrens nach der Einstweiligen Verfügung.

Für die Kreisbediensteten ändert sich gar nichts. Sie parken nach wie vor am alten Jugendamt. Im Grunde bekommen jetzt nur ein paar neue Leute eine Karte für die Schranke.


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