Antrag der FDP: Schülerticket für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen Tecklenburgs

Ausgangslage

Die Stadt Ibbenbüren führt 2021 für alle 3330 Schüler der weiterführenden Schulen ein gemeinsam mit der RVM neu entwickeltes pauschales Schülerjahresticket ein auch für die Schüler, die bislang keinen Anspruch auf eine Schülerjahreskarte hatten. Das Ticket gilt zudem an 365 Tagen im Jahr, nicht nur für den Schulweg, sondern auch in der Freizeit und in den Ferien, und ist im gesamten Tarifgebiet Westfalen gültig.

Das neue pauschale Schülerjahresticket kombiniert neben seiner Reichweite im Tarifgebiet Westfalen weitere eindeutige Vorteile:

  • Gleiche Möglichkeiten für alle: Alle Schüler der weiterführenden Schulen in städtischer Trägerschaft werden im Rahmen der Schülerbeförderung gleichgestellt.
  • Entlastung für Eltern: Mit dem neuen Ticket entfallen alle finanziellen Beteiligungen von Eltern an den Fahrtkosten ihrer Kinder zur Schule.
  • Clever und klimaschonend: Das pauschale Schülerjahresticket spart Individualverkehre ein, etwa bei schlechtem Wetter oder zu außerschulischen Veranstaltungen. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird gleichzeitig gestärkt.
  • Plus an Sicherheit: Das neue Ticket bietet eine hohe Verkehrssicherheit für Schüler im öffentlichen Verkehr.
  • Mehr für Schule: Die weiterführenden Schulen können innerhalb des Geltungsbereichs des Westfalen-Tarifs den ÖPNV für schulische Exkursionen oder Ausflüge nutzen.
  • Darüber hinaus ist damit aber auch eine deutliche Verwaltungsvereinfachung durch den Wegfall der Berechtigungsprüfung und eine deutlich reduzierte Abo-Verwaltung sowohl bei der Kommune als auch bei der RVM verbunden.

    Durch die bisherigen Schülerjahreskarten werden zwischen 60% und 70 % der Kosten des ÖPNV, der durch die RVM im Kreis Steinfurt bereitgestellt wird, gedeckt.

    Das Ibbenbürener Solidarmodell basiert auf der Idee, dass gerade außerhalb der Stoßzeiten die Busse eine deutlich stärkere Nutzung ohne Zusatzverkehre verkraftet, so dass aufgrund der durchfinanzierten Situation des ÖPNV lediglich mehr Nutzer die vorhandene bereits finanzierte Infrastruktur nutzen und die Kosten, die mit dieser Zusatznutzung entstehen aufgrund einer Preis-Mengen-Strategie deutlich geringer sind als im tariflichen Regelfall.

Mehreinnahmen durch das SchülerTicket seitens des RVM und des Kreises Steinfurt werden im Ibbenbürener Solidarmodell der Stadt gutgeschrieben.

Der Kreis Steinfurt befürwortete in der Sitzung am 22.06.2020 die Einführung des SchülerTicket Westfalen. Ebenfalls beschlossen wurde, sollten sich weitere Kommunen für die Einführung des neuen SchülerTickets entscheiden, die voraussichtlichen Mehreinnahmen (abzgl. möglicher Mehrkosten für zusätzliche Fahrzeuge) auch diesen Kommunen gutzugeschreiben.

Bei der Stadt Ibbenbüren verbleiben Mehrkosten für die Einführung des neuen Schülerjahrestickets von 3.000 Euro, bei bisherigen Schülerbeförderungskosten für die weiterführenden Schulen von 1.7 Mio€, sofern keine Mehrverkehre benötigt werden.

Begründung:

Das Ibbenbürener Modell zur Einführung des SchülerTicket Westfalen im Solidarmodell ist auch für die Stadt Tecklenburg interessant und fördert ökologische Ziele durch Stärkung des ÖPNV. Es unterstützt junge Familien und erhöht damit die Attraktivität der Stadt für diese wichtige Zielgruppe.

Antrag:

Der Rat der Stadt Tecklenburg möge beschließen, die Verwaltung mit der Ermittlung der Kosten für die Einführung eines SchülerTicket Westfalen, analog zum Ibbenbürener Solidarmodell, zu beauftragen. Die ermittelten Informationen und ein Finanzierungsmodel sollen im Hauptausschluss vorgetragen und ein Beschlussvorschlag zur Einführung des SchülerTickets für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen Tecklenburgs erarbeitet werden.